Pressemitteilung | 04. Februar 2020

Anwohner*innen fordern sichere Verkehrswege auf der Wernerstraße und Ausgleich für KfZ-Mehrbelastung

Im Vorfeld zur Stadtbezirksbeiratssitzung Cotta am 06.02.2020 rufen Anwohner*innen der Wernerstraße sowie die Bürger*inneninitative „Kesselsdorfer Boulevard“ die Mitglieder des Stadtbezirksbeirats dazu auf, die Wernerstraße zwischen Columbusstraße und Lübecker Straße für Radfahrende sicherer zu gestalten und den Stadtraum an die Bedürfnisse der Anlieger*innen auszurichten.

Mit der Errichtung der Zentralhaltestelle "Tharanter Straße" und Verlegung des Autoverkehrs von der Kesselsdorfer Straße auf die Wernerstraße erfolgte eine starke Zunahme des KfZ-Verkehrs auf der Wernerstraße. Die Wernerstraße ist Bestandteil eines gewachsenen Wohn- und Lebensquartier mit zahlreichen Anwohner*innen und Gewerbetreibenden. Gerade im Abschnitt zwischen Lübecker- und Columbusstraße hat sich durch die starke Zunahme des KfZ-Verkehrs die Lebensqualität stark reduziert. Anwohner*innen können nur noch schwer die Straße kreuzen. Fahrradwege enden im nichts und Fahrradfahrer*innen werden durch eng überholende KfZ-Fahrer*innen bedroht.

Abstellmöglichkeiten für Räder fehlen komplett - Ausgleichsmaßnahmen für die Verkehrszunahme wurden keine durchgeführt. Der nun eingereichte Prüfauftrag zur Verlegung der Parkplätze auf den Bürgersteig wird durch die Bürger*inneninitiative "Kesselsdorfer Boulevard" und Anlieger*innen positiv bewertet, geht aber nicht weit genug. Gerade durch die weiterhin bestehende Kurvensituation ist die Einsehbarkeit weiterhin gering und für Fußgänger*innen stellt das Überqueren der Straße ein großes Hindernis dar. Es sind ebenfalls die Probleme der Gewerbetreibenden sowie Anwohner*innen zu berücksichtigen. In einer gemeinsamen Anliegerversammlung am 29.01.2020 wurde sich auf folgende Forderungen für den Straßenabschnitt verständigt.

  • Einrichtung von Tempo-30

  • Bessere Beschilderung der weiträumigen Umfahrungsmöglichkeiten zur Reduzierung des Durchgangsverkehrs (z.B. Nutzung Coventrystraße)

  • Querungsmöglichkeit in der Nähe des Kreuzungsbereichs zwischen Lübecker Straße und Wernerstraße durch z.B. eine Ampelanlage, Zebrastreifen, Mittelinsel

  • Verlagerung der Radwege auf den Gehwegbereich mit einer separaten Fahrradspur

  • Erhalt und Neupflanzung von Bäumen im Sinne einer Allee als Ausgleich für die massive Verkehrszunahme im Wohngebiet.

  • Bauliche Abgrenzung der Parkflächen an den Grundstückseinfahrten um den Mindestabstand zu den Einfahrten zu gewähren

  • Prüfung, iniwieweit eine Reduzierung des Verkehrsaufkommens im oberen Teil der Kesselsdorfer Straße eine Verkehrsreduzierung auf der Wernerstraße mit sich bringt. Z.B. durch zweispuriger Ausbau der Kesselsdorfer Straße im Abschnitt zwischen Wernerstraße und Julius-Vahlteich-Straße

  • Aufstellen von Radbügelanlagen z.B. auf der Mittelinsel und entlang der Straße

  • Umstellung der Ampelanlage an der Kreuzung Wernerstraße / Columbusstraße von einer „Bettelampel“ auf eine generelle Ampelschaltung für Fußgänger

Mitglieder der Bürger*inneninitiative "Kesselsdorfer Boulevard" werden bei der SBR-Sitzung anwesend sein und freuen sich über einen Konstruktiven Dialog zwischen Bürger*innen, Verwaltung und Stadtpolitik.

Noch nicht ausreichender Antrag

Bürger*inneninitiative „Kesselsdorfer Boulevard“